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Dubai - Wüste, Wolkenkratzer und so vieles mehr ...

Dubai - Wüste, Wolkenkratzer und so vieles mehr ...

Jedes Jahr schicken wir mehr als 40.000 zufriedene Gäste auf Kreuzfahrt und jeder einzelne Gast nimmt eigene, völlig unterschiedliche Reiseerlebnisse wieder mit nach Hause. Einen Gastbeitrag, den wir Ihnen nicht vorenthalten möchten, stellen wir Ihnen heute gerne vor:

"Kreuzfahrt-Endstation Dubai. 'Na und?'  dachte ich. 'Wolkenkratzer, Wüste und Schickimicki-Shopping - so gar nicht mein Ding'. Bis ich dann das bunte Treiben am faszinierenden 'Creek' erlebte - und der Stadt und ihrer Magie mit Haut und Haar verfiel..." - Ein Gastbeitrag von Christine Stürzebecher

Unterwegs mit Royal Caribbean

Ein echter Hammer, diese Mail von "Royal Caribbean": 16 Tage Schiff ex "bella Venezia" mit Athen, Haifa, Suez-Kanal und Oman für schlappe 1.200 Euro - und das in einer großen Kabine auf Deck 8 mit Balkon? Das musste ich, die ich sonst aus Vernunft- und Kostengründen nur "Innen" buche, einfach machen!

Als Bewohner einer Innenkabine (kein Fenster!) sieht man, wenn man als "alter Hase" den entsprechenden TV-Kanal ("View from the Bridge") kennt, immerhin im Bord-Fernsehen, ob es draußen dunkel oder hell ist, ob die Sonne scheint oder es regnet. Ob das Schiff schon im Hafen ist oder noch auf See.

Und jetzt lockte eine "Junior-Suite" mit Balkon... Dass der dann auch noch gleich dreimal so breit sein würde wie die Terrassen-Glasfront meines Reihenhäuschens hier am Niederrhein, ahnte ich nicht. Leute - ich habe "residiert", nicht gewohnt - geniaaaaal!

Unser Ziel: Dubai!

Tja - und das Ziel dieser "Überführungsfahrt" von der Adria in die Emirate war halt DUBAI. Meine zugegeben wenig aufregenden  Assoziationen dazu: Wüste, Wolkenkratzer, Schickimicki-Malls mit Marmorböden - dekadente Konsumtempel für Reiche,  Prunk und Protz pur. Ach ja, und jene Mall  in der man bei 40 Grad draußen rodeln und Ski laufen kann. Kontrastprogramm: Mit kreischenden Mitfahrern und vergnügt feixenden örtlichen Jeep-Fahrern steile Wüsten-Dünen "hinabzuheizen". Wer das alles braucht...

Bei mir rufen solche "Attraktionen" eher befremdetes Achselzucken im Sinne von "Was soll ich damit?" hervor...

Auch der weltberühmte Khalifa-Turm, der mich auch nicht sonderlich anzog. Und in diesem legendären Hotel auf der künstlichen Palme, das von ehrgeizigen Architekten "offshore" in den (bestens befestigten) Sand gesetzt wurde, wo früher "Bobbele" Becker mit dem Rest der prominenten Welt Champagner schlürfte, konnte ich mir sicher nicht mal einen Tee leisten. Also Dubai - so what??? Halt warten auf den Heimflug und die Zeit irgendwie rumkriegen...

Ich ahnte nicht, daß diese Stadt mich total gefangennehmen würde mit ihrer Schönheit am "Creek" und ihrem orientalischen Flair, in das ich stundenlang eintauchte - ohne Rücksicht auf schmerzende Füße. Habe ich schöne Foto-Motive, vergesse ich die völlig, auch wenn das Ibuprofen 600 nicht mehr wirkt. Bis ich irgendwann total erschöpft ein Taxi zum Hotel heranwinke. Selbstverständlich mit der Handinnenfläche nach unten - so wie ich es aus der Türkei kenne...

Dubai Creek - mein absoluter Lieblingsort

Der Ort, an den es mich immer wieder zog, war der "Creek" - jener Meeresarm mit den hölzernen Dhaus, die dort mit ihren Lasten durch die Fluten schwammen. Beim Anblick dieser soliden Holzboote, die ohne niedergeschriebene Pläne an den Ufern gebaut werden, nur mit dem intuitiven Wissen alter Meister, das von Generation zu Generation weitergegeben wird, wurde mir genauso warm ums Herz wie beim Anblick schöner alter Gulets vor der türkischen Küste.

Auch da liebe ich nicht die modernen Luxus-Versionen mit Mahagoni und Teak, sondern die schlichten, "ehrlichen" alten aus Pinienholz. Hatte selbst mal eine und fühlte mich wie eine Königin, wenn ich in meiner "Kabine" (= Bett mit Gang davor plus WC "Größe 44") lag und die Maserungen der Decken-Balken anschaute. Noch immer habe ich den "typischen Geruch" jener Mischung von Diesel und eine Note Abwasser aus den Tanks (jaaa doch - gehört irgendwie dazu) und frischer Meeresluft in der Nase...

Und erinnere mich mit "Gänsehaut", wie schön es war, mich zwischen dem Kapitän am Steuerrad und den Stufen, die zu den Kabinen führten, ans Holz zu schmiegen und die Vibration des braven Diesel-Motors zu spüren, der zuverlässig im Bauch des Schiffes arbeitete und uns zur nächsten malerischen Bucht brachte oder zu einem kleinen Hafen, wo es frisches Brot und vor allem große "Efes"-Paletten  und neuen "Dikmen" oder "Yakut" aus dem Hause  "Kavaklidere" gab...

(Erläuterung: EFES ist das wohl sehr leckere Bier dort - und KAVAKLIDERE stellt Weine her, die man als All-Inclusive-Gast mit Sicherheit nie trinken wird. Denn das ist Qualität, die halt auch "kostet" und für "Massen-Konsum" zu teuer ist)


Manche der Dhaus, auf denen auch der legendäre Sindbad unterwegs gewesen sein soll, liegen mittlerweile fest am Ufer und haben sich vom braven "Lastesel auf dem Wasser" zu romantischen Restaurants verwandelt. Oder sie fahren mit Lichterketten geschmückt als Ausflugs-Schiffe auf dem nächtlichen Creek. Man kommt ihnen ganz nahe auf einem der kleinen schmalen Boote, Abras genannt, auf denen Menschen mit verschiedensten Hautfarben dichtgedrängt sitzen, um für eine silberne  Dirham-Münze (ca. 35 Cent) von einem Ufer des Creeks zum anderen zu gelangen.

An den Anlegestellen unterhalb der geschäftigen Viertel, wo die Wassertaxis im Minuten-Takt ihre Passagiere ausspucken und wieder aufnehmen, ragen hohe Metallpfähle aus den Fluten - ein Anblick, der mich an Venedigs Wasserfront am Canale Grande denken ließen. An anderen Stellen tauchten ähnliche Bilder vom Treiben am Ganges-Ufer in Indien vorm inneren Auge auf.

Magische Momente & mitreißende Muezzins

Eines jedoch hat die faszinierende nächtliche Szenerie, das die weltberühmte Schöne an der Adria nicht bieten kann: Die Rufe der Muezzins, die die Gläubigen in den wuseligen engen Gassen der Souks zum Gebet rufen. Ihre Stimmen sind hier nicht blechern-störend wie die, die ich aus der Türkei kenne. Die Rufe sind sanft, schmeicheln sich ins Ohr dessen, der orientalisches Ambiente liebt, wie die Weihrauch-Düfte vor den kleinen Geschäften in die Nase des Besuchers und verzaubert die Sinne.

Man ignoriert die leichten Pashmina-Schals, die einem raffinierte Händler immer wieder spielerisch über die Schulter werfen,  und geht, vom Anblick magisch angezogen, auf ein schlankes lichtumkränztes  Minarett zu, das wie ein Wächter über das bunte Treiben unten in den tintenblauen Himmel ragt. Eine große goldene Mondscheibe, die  direkt neben der Kuppel schwebt,  macht die Szenerie an diesem Abend fast unwirklich perfekt...

Kulinarische Köstlichkeiten

Auch tagsüber bietet der Creek Fotomotive satt: Grazile Glastürme mit unterschiedlichsten Dächern dominieren die Silhouette, auf einem davon wirbt Rolex für seine prestigeträchtigen Produkte. Zu Füßen der Wahrzeichen von Geld und Macht  ein schlichtes Gartencafé, wo man den Füßen eine Ruhepause gönnen und sich zum Beispiel mit Moutabel, einem köstlichen Auberginen-Gericht in einem Tonschüsselchen, stärken kann. Wen es nach anderen Genüssen gelüstet,  ordert Fleisch,  frischen Fisch, Meeresfrüchte, Salat, Falafel, auch Pommes und "Pizza".

An den Tischen um diese Zeit nur ein paar Einheimische -  einige haben neben einem Getränk eine Shisha geordert. Überrascht sehe ich, wie die bis auf den Sehschlitz in Schwarz gehüllte Mutter von zwei Kindern, die durch den Garten tollen, auch ein paar Züge aus der Wasserpfeife nimmt, die ihrem Gatten hingestellt wurde. Hätte ich hier so nicht erwartet...

Eine Stadt, viele Nationalitäten

Ihr habt als Geste fürs Gastland arabische Grüße und Höflichkeitsfloskeln parat?  Könnt Ihr getrost vergessen - Händler, Taxifahrer oder andere Passanten spricht man in Dubai besser auf Englisch an, denn arabische Grüße werden oft mit vertändnisloser Miene  quittiert. "I am from Bangladesh",  (oder auch: Pakistan, Afghanistan, India etc.) klärt das Gegenüber dann lächelnd auf. AHA! "Mit den wirklich Einheimischen wirst du kaum in Kontakt kommen", erklärt mir Gamal aus Ägypten, den ich kürzlich im Sightseeing-Bus in Barcelona kennenlernte. Er ist derzeit "Gastarbeiter" in den Emiraten, hat heute, am Geburtstag des Propheten, einen freien Tag - und freut sich, nun mein Begleiter zu sein.

Sicher und souverän hat er nach dem Treffen am Hafen sein Auto durch den für mich chaotisch anmutenden Verkehr gesteuert. Was mich sehr beeindruckt: Wenn hier zwei der vielen mehrspurigen Stadt-Autobahnen ineinander übergehen, funktioniert der "Reißverschluss" nahezu perfekt. Vom Gas gehen, den Nachbarn vorlassen - kein Problem. "Das solltest du in Deutschland mal erleben", sage ich lächelnd zu ihm. "Da fahren viele ganz anders..." Und übrigens (für alle Türkei-Kenner): Hier werden Zebrastreifen respektiert,   und Fußgänger müssen nicht gefährliche Sprints zwischen rollenden Fahrzeugen machen, um die Straße zu überqueren...

Sehenswürdigkeiten und andere Begegnungen

Ach ja - ehe die unvermeidliche Frage kommt: Natürlich war ich am Burj Khalifa. Nein, ich bin NICHT raufgefahren - mir wird schon auf dem Aussichts-Deck eines Kreuzfahrt-Schiffes mulmig, wenn ich aufs Kai unten schaue, wo die Menschen winzig wie Ameisen herumwimmeln. Und klar war ich in der Dubai Mall zu seinen Füßen - und habe die Glitzer-Front von Tiffany's fotografiert und die weihnachtlich geschmückten Auslagen.

Hinter einer Biegung stehen zwei Audis - AUDIS ???   Einer in mausgrau-metallic, optisch Familien-Auto  - so gar nicht sexy. Trotzdem posieren Männer davor und halten ihre Handys für Selfies in die Höhe. Bei der sattgelben platten Flunder daneben kann ich das schon eher nachvollziehen. Die hübsche junge Frau im smarten Business-Kostüm  ("from Georgia - no - not in the USA"), die Auskunft über diese Technik made in Germany gibt und Daten von potent(iell)en Kunden notiert, erklärt mir, daß diese Marke mit den Ringen hier sehr geschätzt ist.

Und dass die zwei Teile etwa eine Million kosten würden, wollte ich sie denn kaufen. WOW - das is'n Ding! Meint sie Dollar oder Dirham, die Landeswährung, bei der man den Dollar-Betrag etwa durch drei teilen müßte? Egal: Ich würde sowieso den McLaren vorziehen, den ich ein paar Minuten später entdecke, nachdem ich drei metallene lebensgroße Kamele auf einem schönen Teppich passiert habe.  Jaaaa, der McLaren, der hat was...

Bliebe noch von einem riesigen Dino-Skelett zu berichten, das in einer ebenso riesigen tempelartigen Kuppel-Halle steht. Es ist (natürlich!) ein Original, wurde in Wyoming entdeckt, in mühevoller Kleinarbeit geborgen und dann mal eben nach Dubai geflogen. Unglaublich hoch - und die Knochen eines Vorderfußes haben die Breite der bequemen XXL- Sessel, in die man sich in der Nähe lümmeln und bei einem Wasser oder einer Cola (warum gibt es hier eigentlich nur PEPSI?) das bunte Treiben in der Mall beobachten kann.

Einheimische Frauenclubs mit wehenden schwarzen Gewändern laufen nicht, sondern lassen sich in knallroten Golfmobilen über die Marmorböden fahren. Kostet 300 Dollar die Stunde, erfahre ich von der Bedienung.. Als ich das teuer finde, zuckt sie die Achseln - nach dem Motto: "Die haben es hier ja..."

Ein Hotel zum Verlieben und der Traum von der Rückkehr

Mein Hotel, das "Four Points Downtown by Sheraton" ("nur" vier Sterne - aber eine Ausstattung, die in der Türkei bestimmt unter "fünf" liefe) ist ein Glücksfall. Liegt zehn Taxi-Minuten vom Creek, der mich mit seinem Zauber regelrecht berauscht, und offeriert ein Gratis-Shuttle zum Burj Khalifa und der Dubai Mall zu dessen Füßen, zu einem Strand und einer weiteren Mall. Das Personal ist nicht nur höflich, sondern ausgesprochen liebenswert.

Als der Security-Mann Hassan im Foyer mich beim Auschecken an der Rezeption sichtbar nervös mit den unbekannten Dirham-Scheinen hantieren sieht, kommt er mir rasch zu Hilfe und sortiert mir zwei Päckchen: eines fürs Taxi zum Flughafen - und eines, was ich mit nach Hause nehme. Danke (shukran!) Hassan! Ich träume seitdem davon, es bald in dieser tollen Stadt unter die Leute zu bringen, in der ich mich auch allein nach Sonnenuntergang in den Souks keine Minute unsicher fühlte. Das hier ist Orient pur - ohne Angst vor Terror...

Beim nächsten Mal habe ich ein Naturschutzgebiet mit Mangroven auf dem Plan, ferner eine vielgepriesene Gartenanlage (ein Wunder, wenn man weiß, daß jeder Tropfen Wasser, der hier aus dem Hahn fließt, aus dem Meer gewonnen wird) und eine Nacht in einem Wüsten-Hotel, um dort den legendären Sternenhimmel zu betrachten. Vielleicht auch mal ein Ausritt vor Sonnenaufgang auf einem Kamel, um zu fühlen, wie einst Marco Polo reiste? Schritt für Schritt - und nicht in der Business-Class, wo man mit allem Komfort "in ein paar Stunden" von A nach B befördert wird.  Auf dem Rücken eines "Wüstenschiffs" ist der Weg das Ziel.

Aber ganz unter uns:  Ob der Orthopäde meines Vertrauens diesen Plan gutheißen oder nur den Kopf schütteln wird? Man kann ja mal fragen...  

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