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Einer der meistgereisten Deutschen rät:  “Wir dürfen unseren Optimismus nicht verlieren!”

Einer der meistgereisten Deutschen rät: “Wir dürfen unseren Optimismus nicht verlieren!”

Das Reisen ist in diesen turbulenten Zeiten der Corona-Krise gar nicht so leicht. Der Schutz der Gesundheit hat oberste Priorität. Doch weil Reisen neue Perspektiven eröffnen und das Zusammentreffen mit anderen Menschen Hoffnung gibt, bleibt der Wunsch nach fernen Abenteuern riesengroß. Wir haben mit dem Vielreisenden Sven Luca gesprochen, der alle 193 UN-Staaten der Welt besucht hat und als jüngster Deutscher in der „Travelers Hall of Fame“ in Auckland gelistet ist. Er hat uns ein paar spannende Fragen beantwortet und spricht über vergangene Erlebnisse, das Ausharren zuhause und seine Reisepläne nach der Corona-Pandemie.

Weltreise-Impressionen

 

Wie vertreiben Sie sich die Zeit während der aktuellen Reisesperre?

Sven Luca: Ich habe nun endlich mal die Zeit gefunden, um ein vollständiges Update an meiner Webseite durchzuführen. Das heißt: etwa 2.000 neue Fotos hochgeladen, ein verbessertes Design und überarbeitete Reiseberichte.

 

An welchem Ort halten Sie sich gerade auf?

Sven Luca: Ich bin zurzeit in Deutschland, genauer gesagt bei meiner Mutter im Havelland.

 

Wie gut kommen Sie mit der Corona-Krise zurecht?

Sven Luca: Eigentlich komme ich im Moment sehr gut klar. Glücklicherweise hatte ich keine weiteren Flüge gebucht oder spezielle Reisen für die nächsten Monate geplant.

 

Gibt es Pläne für die Zeit nach Corona? Wo soll Ihre nächste Reise hingehen?

Sven Luca: Ursprünglich wollte ich in diesem Sommer durch Russland und Armenien reisen, um in naher Zukunft meine restlichen UN+ Staaten zu komplettieren, da fehlen mir insgesamt noch 14 aus 266. Mit der Krim, Republik Dagestan, Südossetien, Tschetschenien, Inguschetien, der Republik Tuwa und Nagorno Karabach hätte ich dann schon mal 7 davon erledigt. Aber naja, seit letztem Jahr, wo ich im März meine Reisen zu allen 248 Ländern der Welt beendet hatte, stehe ich nun nicht mehr unter Druck und kann es etwas ruhiger angehen lassen.

 

Welche Städte/Länder haben Sie zuletzt (vor Corona) bereist?

Sven Luca: Ich habe zuletzt Anfang März das wunderschöne Nakhichevan, ein autonomes Gebiet von Aserbaidschan, besucht und anschließend noch für einen Tag die Hauptstadt Baku. Davor war ich für eine Woche über Silvester auf der thailändischen Insel Phuket, bevor ich am 5. Januar nach Saudi-Arabien geflogen bin.

 

Wo waren Sie, als die Reisebeschränkungen kamen? Mussten Sie plötzlich zurück nach Deutschland kehren oder waren Sie gerade ohnehin zuhause?

Sven Luca: Zu dem Zeitpunkt war ich in Saudi-Arabien zum Arbeiten und mein Aufenthalt war eigentlich auch noch für etwas länger geplant. Als dann so langsam der Flugverkehr zu stoppen drohte, nutzte ich noch die letzte Gelegenheit, um nach Deutschland auszufliegen.

 

Wie überstehen Sie die Zeit finanziell? Packen Sie irgendwo mit an bzw. sind Sie alternativ noch beruflich tätig?

Sven Luca: Weil ich generell im Ausland etwas zum Sparen komme und meine Kosten ohne Reisen recht überschaubar sind, könnte ich das finanziell schon einige Monate durchhalten. Grundsätzlich arbeite ich nebenbei noch bei einem Freund in einer Catering-Firma, die aber zurzeit durch Covid-19 natürlich auch erstmal auf Eis liegt.

 

Was vermissen Sie in der aktuellen Situation am meisten?

Sven Luca: Ehrlich gesagt, ich vermisse am meisten das Treffen mit Freunden und unbeschwerte Besuche von Kneipen oder Restaurants, aber das sollte ja bald wieder möglich sein. Da ich ja längere Zeit in Saudi-Arabien verbracht hatte, wo es ja bekanntlich keinen Alkohol oder Schweinefleisch gibt, habe ich da schon etwas Nachholbedarf.

 

Haben Sie schon mal eine Kreuzfahrt gemacht? Wenn ja, wohin? Können Sie sich für die Zukunft eine Kreuzfahrt vorstellen?

Sven Luca: Also ich habe bisher nur eine Kreuzfahrt gemacht, Ende Januar 2018 in die Antarktis für zwei Wochen. Von Buenos Aires aus, weil ich vorher noch vier Wochen in Südamerika unterwegs war. Eine Flusskreuzfahrt würde ich wohl eher nicht machen, weil ich eigentlich gelernter Berufsschiffer bin und dadurch alle europäischen Flüsse ziemlich gut kenne. Aber irgendwann einen Trip durchs Mittelmeer könnte ich mir nochmal vorstellen. Der Reiz liegt für mich darin, jeden Tag in einem anderen Land zu sein.

 

Was ist Ihr Motto in schwierigen Zeiten? Haben Sie ein Credo oder einen Tipp für andere Zuhausegebliebenen, die aktuell ihre Reisewünsche auf Eis legen mussten?

Sven Luca: Ich halte es immer ganz optimistisch nach dem Motto "Augen zu und durch" – "Es kommen auch wieder bessere Zeiten". Durch meine vielen Reisen in den letzten 8 Jahren bin ich schon zweimal dem Tod ganz knapp von der Schippe gesprungen, dadurch habe ich auch einige Erfahrungen von richtig schlechten Zeiten gemacht. Es gibt, glaube ich, auch Schlimmeres, als eine Zeit lang nicht verreisen zu können. Wir dürfen unseren Optimismus nicht verlieren!


Wir danken Sven Luca für das freundliche Gespräch und wünschen ihm für seine Zukunft und geplanten Reisen alles Gute.

Website: Sven Luca World

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Janet Longino
Janet Longino
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