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Faszination Regenwald

Faszination Regenwald

Einzigartige Regenwälder, hohe Vulkane, Wüsten, Gletscher und wunderschöne Strände: Begleiten Sie uns auf den Spuren des facettenreichen Südamerika und erfahren Sie im ersten Teil unserer Reihe alles über den faszinierenden Amazonas Regenwald!

Der Amazonas Regenwald in Südamerika spannt über 5.500.000 km² und stellt mehr als die Hälfte der verbliebenen Regenwälder der Welt dar. Jede zehnte lebende Pflanzen- und Tierart hat hier ihr Zuhause.

Die Lungen der Erde

Die größte Ansammlung von Pflanzen und Tierspezies der Welt findet sich im Amazonas, mindestens jede zehnte Art lebt hier. Die schätzungsweise 390 Millionen Bäume und der 6.400 km lange Fluss beherbergen allein 2,5 Millionen Insekten-, und bis zu 80.000 Pflanzenarten.

Zum Vergleich: In Nordeuropa gibt es etwa 40 verschiedene Baumarten, im Amazonas finden sich mehr als 16.000. Durch die Masse der Pflanzen und Bäume ist es am Boden des Amazonas immer dunkel - und wenn es regnet, dauert es bis zu zehn Minuten, ehe das Wasser den Boden erreicht. 

Durch die dichte Vegetation werden Sie bei Ihrem Trip durch den Amazonas eine unglaublich reine Luft atmen: Die Pflanzen filtern Kohlenstoffdioxid aus der Luft und wandeln es in Sauerstoff um.  20% des Sauerstoffs der gesamten Welt werden hier von den Pflanzen produziert, damit verdient sich der Regenwald den Spitznamen „Lungen der Erde“.


- Tiere -

Das Wasser, durch das Sie auf Ihrer Kreuzfahrt schippern, quillt geradezu über vor Leben: Über 3.000 Fischarten wurden hier schon entdeckt und die Zahl steigt ständig. Jede fünfte Fischart lebt in den Flüssen und Strömen des Amazonas. Viele der Fische haben eine Frutarier-Diät adaptiert und ernähren sich größtenteils von Früchten und Keimen, die ins Wasser fallen.

Andere, wie die wohlbekannten Piranhas, ernähren sich hauptsächlich von Touristen, die über Bord fallen – obwohl viele Filme Ihnen dies weismachen wollen, sind die meisten Piranha-Arten Vegetarier und keine Gefahr für Schwimmer. Wenn Piranhas so blutrünstig wären, wie sie dargestellt werden, würde der Fluss kein anderes Leben mehr beherbergen.

Eine größere Gefahr stellen Zitteraale dar. Diese blinden Fische werden bis zu 1,8 Meter groß und können Elektroschocks mit bis zu 650 Volt erzeugen.

Weitere harmlosere Amazonas-Wasserbewohner sind der pinke Flussdelphin und der Riesenotter – welche sich beide zuweilen von Piranhas ernähren. Der Riesenotter ist das seltenste Säugetier des Amazonas. Da sie früher für ihre Felle gejagt wurden, findet man sie jetzt nur noch in den abgelegensten Stellen des Dschungels. Wenn Sie einen zu Gesicht bekommen, werden Sie ihn allerdings zuerst hören: Die Riesenotter sind auch eines der lautesten Tiere hier, die sich fast pausenlos mit ihren Artgenossen austauschen.

Auch über dem Boden ist viel los: Mehr als ein Drittel aller Vogelarten konkurrieren hier um ein Platz im Baldachin. Die Welt in den Baumkronen ist weniger erforscht als die tiefsten Ecken der Ozeane und beherbergen vielleicht noch Millionen unentdeckte Spezies. Wissenschaftler glauben, dass bis zu 50% aller Tierarten hier ihr Zuhause haben.

Tukan, Kolibri, Harpyie, Jaguar

Bild (von links nach rechts und von oben nach unten): Tukan, Kolibri, Harpyie, Jaguar

Eine der beeindruckendsten Bewohner ist die Harpyie, die über einen Meter groß werden kann, und mit einer Flügelspannweite von bis zu zwei Metern imponiert. Die bevorzugte Beute des Raubtieres sind Faultiere und Affen, aber wenn diese nicht zu bekommen sind, gibt es sich auch mit kleineren Vögeln zufrieden.

Das genaue Gegenteil sind die kleinen Kolibris. Sie ernähren sich von kalorienreichem Nektar, um ihren hohen Metabolismus aufrecht zu erhalten. Ihre kleinen Herzen schlagen bis zu 1.260 mal pro Minute, was es ihnen ermöglicht, ihre Flügel 80 mal in einer Sekunde zu schlagen.

400 Säugetierarten haben im Amazonas-Regenwald ihr Zuhause, unter ihnen auch die größte Katze des Südamerikanischen Kontinents: der Jaguar. In der Nahrungspyramide steht der Jaguar ganz oben: er kann schwimmen, auf Bäume klettern, so weit springen wie unsere besten Athleten und bis zu 80 km/h schnell sprinten – etwa doppelt so schnell wie die schnellsten Menschen. Jaguare sind opportunistische Jäger, die große Beute bevorzugen, doch da der Amazonas eine höhere Dichte von kleinen Tieren hat, setzt sich die Diät des Jaguars aus über 80 verschiedenen Tierarten zusammen.

- Zivilisation -

Lange Zeit ging man davon aus, dass im Amazonas keine großen Zivilisationen entstehen könnten, da der nährstoffarme Boden für die Landwirtschaft ungeeignet ist. Mittlerweile wird aber angenommen, dass im 15. Jahrhundert bis zu 5 Millionen Menschen in der Region lebten. Diese Zivilisation wurde aber später von den durch die Europäer eingeschleppten Krankheiten dezimiert. Heute leben mindestens 30 Millionen Menschen im Amazonas, ungefähr 10 % davon sind Indigene. Es wird davon ausgegangen, dass noch über 60 größtenteils isolierte Stämme in der Region leben.

In den 60ern fingen die ersten Bauern damit an das Land zu bewirtschaften. Der Boden ist dafür allerdings nicht geeignet, sodass die Bauern immer wieder umziehen und neue Freiflächen schufen, das heißt Wald abholzen mussten, und in Zuge dessen großen ökologischen Schaden anrichteten.

In den 70ern begann der Bau der Trans-Amazonischen Landstraße. Durch die Straße sollten die großen menschenleeren Gebiete des Amazonas erreichbarer und besser in den Rest des Landes integriert werden. Durch die Abgelegenheit der Straße wurde der Bau sehr teuer und durch die Finanzkrise wurde dieses Problem noch einmal verschärft, sodass große Strecken bis heute unfertig bleiben. Die Straße ist indirekt Schuld an der fortschreitenden Entwaldung, da sie den Zugang für Holzfäller enorm erleichtert.

Viele umstrittene Straßenprojekte im Amazonas werden mit den Bedürfnissen der Soja-Bauern gerechtfertigt: Brasilien ist nach den USA der zweitgrößte Produzent von Sojabohnen. Untersuchungen haben allerdings gezeigt, dass weniger Niederschlag die Felder erreicht je mehr Wald abgeholzt wird, wodurch der Ertrag pro Hektar ständig sinkt.

Die Entwaldung stellt eine große Gefahr für die indigenen Stämme, die Tiere und Pflanzen des Amazonas dar, aber auch für den Rest der Welt, da der Regenwald ein wichtiger Klimaregulator ist. Es wird nicht nur weniger Kohlenstoff abgebaut, der Wald speichert auch zwischen 90 und 140 Milliarden Tonnen Kohlenstoff. Wenn nur ein Teil davon freigesetzt wird, könnte das den Klimawandel erheblich beschleunigen.

- Amazonas -

Wie bereits erwähnt ist der Amazonas 6.400 km lang und damit der zweitlängste Fluss der Erde. Knapp davor liegt der Nil, welcher ungefähr 6.600 km lang ist. Die genaue Länge eines Flusses zu bestimmen ist nicht einfach, da Anfang und Ende nicht immer offensichtlich sind.

So wurde zum Beispiel fast ein Jahrhundert lang angenommen, dass das Quellgebiet des Apurimac-Flusses die entfernteste Quelle des Amazonas ist. Doch 2014 wurde herausgefunden, dass der Cordillera Rumi Cruz im Quellgebiet des Mantaro-Flusses eine weiter entfernte Quelle ist. Die tatsächliche Länge des Amazonas ist deshalb umstritten und einige Forscher halten ihn für länger als den Nil.

Etwas das man mit absoluter Sicherheit über den Amazonas sagen kann ist, dass er bei
weitem am meisten Wasser in den Ozean speist. Kein anderer Fluss kann hier auch nur annähernd mithalten. Ungefähr 20 % allen Wassers, welches aus Flüssen in die Meere fließt, kommt vom Amazonas. Das ist mehr als die sieben nächst größten Flüsse zusammen beisteuern. Das Einzugsgebiet des Amazonas ist mit 7.000.000 km² natürlich auch das größte der Welt und erstreckt sich über fast den halben südamerikanischen Kontinent.  Zum Vergleich: Ganz Europa erstreckt sich nur über 10.000.000 km².

In der Regenzeit steigt der Wasserspiegel um durchschnittlich 9 Meter, wodurch der Fluss an manchen Stellen bis zu 190 km breit wird und umliegendes Land unter Wasser setzt. Doch nicht alles Wasser kommt von dem monatelangen Regenfall, vieles ist geschmolzenes Eis aus den Anden.

Während Hektar um Hektar überflutet wird, bleiben manche Pflanzen oben auf. Was anfängt als kleine Pflanzen die auf anderer ins Wasser gefallener Vegetation wachsen, kann zu echten, mehreren Hektar großen, schwimmenden Inseln werden, auf denen ganze Wälder Platz finden.

Das einzig kleine am Amazonas ist die Anzahl der Brücken: Null. Trotz seiner beeindruckenden Länge führen auf seiner gesamten Länge keine Brücken über den Amazonas. Während Brücken an manchen stellen nahezu unmöglich oder zumindest sehr, sehr teuer wären, erklärt sich die Abwesenheit von Brücken größtenteils durch die Abwesenheit ihrer Notwendigkeit. Der Amazonas fließt überwiegend durch unbewohnten Regenwald, wo es keine Städte oder Straßen gibt, die verbunden werden müssten - und meistens ist der Fluss selbst die Straße.

Auf Entdeckertour mit einer Amazonas-Kreuzfahrt - Lassen Sie sich mitnehmen von Südamerikas einzigartigem Ökosystem, dem größten Flussdelat der Erde und kommen Sie auf die Spur des Dschungels. Mit Sicherheit eine unvergessliche Reise!

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