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Kuba - Von Kolumbus bis Castro

Kuba - Von Kolumbus bis Castro

Feiner weißer Sand, klares blaues Wasser und die warme Tropenluft auf der Haut - Karibik, wie sie im Buche steht. Doch nicht nur traumhafte Strände sorgen dafür, dass sich Touristen auf Kuba, der größten der Karibik-Inseln, wie im Paradies fühlen. Die farbenfrohen Gebäude aus Kolonialzeiten, die das Stadtbild Havannas nachhaltig prägen, und die einladende Musik, die an jeder Ecke ein Lächeln in die Gesichter zaubert, sind für dieses Phänomen verantwortlich. Kuba war allerdings nicht immer so aufgeschlossen gegenüber Besuchern und die Geschichte des Inselstaates ist turbulent. Ein geschichtlicher Blick auf Kuba:

Kolumbus entdeckt Kuba

Historiker vermuten, dass Kuba bereits vor 10.000 Jahren besiedelt war. Nachweislich wurden Spuren von menschlichem Leben gefunden, die über 5.000 Jahre alt sind und somit älter als die Pyramiden in Ägypten. Als Christoph Kolumbus 1492 auf der Insel ankam und sie für Spanien beanspruchte, lebten dort ca 200.000 Ureinwohner.

Ungefähr 20 Jahre später begann Diego Velázquez mit der Eroberung der Insel. Nur 300 Mann zbterstützen ihn bei seinem Vorhaben, doch aufgrund der überlegenen europäischen Waffen hatten die Einheimischen keine Chance. Die meisten der Einwohner wurden im Kampf getötet, versklavt, oder starben an Krankheiten, die die Europäer eingeschleppt hatten. Nach vier Jahren hatten die Spanier die gesamte Insel eingenommen und suchten nun nach Gold und Silber. Was fanden Sie stattdessen? Tabak.

Tabak & Zucker

Die Ureinwohner Kubas waren die ersten Menschen,  die Tabak konsumierten.

Die Ureinwohner Kubas waren die ersten Menschen, die Tabak konsumierten. Aufgrund der Kämpfe mit den Spaniern gab es aber nicht mehr genug Arbeiter für einen großflächigen Anbau, wie er den Spaniern vorschwebte. Um das Problem zu lösen, schifften sie hunderttausende Sklaven ein, die diese Aufgaben übernehmen sollten. Noch heute stammen etwa 60% der Bevölkerung auf Kuba von afrikanischen Sklaven ab.

Anfang des 19. Jahrhunderts begannen die Spanier mit dem Anbau von Zuckerrohr. 1840 war Kuba bereits der größte Zuckerproduzent weltweit. Um die hohe Produktionsrate zu halten, erhöhte sich auch laufend die Anzahl der Sklaven. Kurz vor Beginn des Bürgerkriegs in den USA im Jahr 1865 arbeiteten 400.000 Sklaven auf den kubanischen Plantagen. Nachdem die Sklaverei in den USA verboten wurde, verebbte auch die Einfuhr nach Kuba.

1868 befreite der Plantagenbesitzer Carlos Manuel de Céspedes seine Sklaven und rief den unabhängigen Staat Kuba aus. Seine Plantage war nicht profitabel und er suchte die Schuld bei den Zöllen der Spanier. 10 Jahre lang kämpfte er mit 12.000 Gleichgesinnten einen blutigen Guerillakrieg. Am Ende aber siegte Spaniens zahlenmäßig überlegene Armee.

Revolutionen und (Un)abhängigkeit

Der zweite Versuch war zwar erfolgreicher, hatte aber trotzdem nicht die lang ersehnte Unabhängigkeit zur Folge. Die USA mischte sich ein und vertrieb die Spanier. Am 12. August 1898 wurde die spanische Flagge eingeholt und eine neue Flagge gehisst: Die Flagge der Vereinigten Staaten von Amerika. Somit war die Insel nicht mehr von Spanien besetzt, sondern von den USA.

Es dauerte 5 weitere Jahre bis Kuba mit Estrada Palma den ersten kubanischen Präsidenten stellte. Tatsächliche Unabhängigkeit blieb den Kubanern aber weiterhin verweigert, denn die Amerikaner herrschten über Wirtschaft und Politik. Sie installierten Militärstützpunkte, unter anderem in Guantanamo Bay.

1929 wird die USA von der Großen Depression getroffen. Kubas Wirtschaft ist eng an die der USA gebunden und geht ebenso in die Brüche. Die drohende Massenarbeitslosigkeit und Armut resultiert erneut in einer Revolution angeführt von Unteroffizier Fulgencio Batista. Batista lässt seine Vorgesetzten festnehmen, verspricht Reformen, kandidiert und wird Präsident.

Unter seiner Herrschaft wird Kuba zu einem beliebten Ziel für amerikanische Touristen - die hier in den Casinos ihr Geld verspielen. Batista kooperiert ausgerechnet mit Mafiaboss Meyer Lansky, um sicherzustellen, dass die Casinos nicht betrügen. Nach dem Ende von Batistas Amtszeit in 1944 wird die Regierung vom organisierten Verbrechen geradezu infiltriert. 1952 tritt Batista wieder ins Scheinwerferlicht, durch einen Putsch wird er abermals zum Präsidenten. Wieder verspricht er Reformen und legt besonders großen Wert auf die Bekämpfung der Korruption. Stattdessen wird er zum Diktator und verwandelt Kuba in einen Polizeistaat.

“La historia me absolverá”

Widerstand kommt vor allem von jungen Studenten in Havanna, einer von ihnen ist Fidel Castro. Er verklagt Batista aufgrund seines Putsches, aber das Gericht lehnt die Klage ab. Castro sieht daraufhin keinen friedlichen Weg mehr um Batista seines Amtes zu entledigen und strebt eine Revolution an. Am 26. Juli 1953 versammelt sich eine Gruppe bewaffneter Studenten vor einer Armeebasis. 55 der Angreifer werden getötet, der Rest (inklusive Fidel und Raúl Castro), wird verhaftet.

Fidel ist studierter Anwalt und vertritt sich vor Gericht selbst. Hier hält er seine vier stündige Rede betitelt “Die Geschichte wird mich freisprechen”. Er wird zu 15 Jahren Haft verurteilt, doch schon nach zwei Jahren werden er und die weiteren Revolutionäre von Batista entlassen. Fidel und Raúl gehen ins Exil nach Mexiko, wo sie Ernesto ‘Che’ Guevara treffen.

Mit nur 80 Mitstreitern beginnen sie einen Guerillakrieg, und versprechen Kuba nicht nur von Batista, sondern auch von seinen amerikanischen Verbündeten zu befreien. Batista hat kein Interesse daran, den Konflikt schnell zu beenden, denn er profitiert von den Waffenkäufen der Regierung. Je länger die Revolution dauert, desto reicher wird er.

Im Dezember 1958 kündigt Castro eine Offensive gegen Havanna an. Nach der Ankündigung gehen hunderttausende auf die Straße, das Militär weigert sich die Proteste zu zerschlagen. Am Neujahrstag 1959 flieht Batista aus Havanna, und Castros Rebellen nehmen die Stadt kampflos ein. Fidel Castro wird neuer Präsident.

Fidel Casto - prägend für Kuba

Invasion der Schweinebucht

Castro nimmt die überzeugten Kommunisten Che Guevara und Raul Castro in sein Kabinett auf. Dies bewegt die entschieden antikommunistisch eingestellten USA ein Waffenembargo zu verhängen. Fidel muss sich auf anderem Wege Waffen besorgen. Als beim Entladen einer Lieferung ein Unfall geschieht und 75 Leute sterben, bezichtigt Castro die USA der Sabotage. Diese entwerfen einen Plan zur Stürzung Castros.

Im Fahrwasser eines UN-Treffens in New York schließt Castro ein Waffengeschäft mit Russland ab. Dennoch versichert Präsident Kennedy, dass die USA nicht militärisch auf Kuba agieren werden. Nur Tage später gibt er grünes Licht für die Invasion der Schweinebucht. Eine Operation die spektakulär scheitert und Kuba hinter Castro vereint.

Etwa 1.300 Exil-Kubaner, angeführt von CIA-Agenten, landen in der Schweinebucht. Der Plan: Es soll aussehen wie ein nationaler Aufstand, in dem die Regierung die Opposition militärisch zurückschlägt. Die Exil-Regierung soll aus Miami eingeflogen werden, und dann aus Kuba einen Hilferuf absetzen. Dies soll den USA einen Grund zum Eingreifen geben. Doch der kubanische Geheimdienst ist den Amerikanern voraus und die Angreifer werden zurückgeschlagen, bevor die Exil-Regierung eintrifft.

Die Kubakrise

Nur Tage nach der gescheiterten Invasion erklärt Castro Kuba für sozialistisch und mit der Sowjetunion verbündet. Als Reaktion erweitert Kennedy das Embargo: Aller Handel mit Kuba ist verboten. Zusätzlich beobachten die USA Kuba mit Aufklärungsflugzeugen - und finden sowjetische Atomraketen. Kennedys Generäle drängen auf eine sofortige Invasion, ohne Warnung. Schlussendlich entscheidet sich Kennedy jedoch dagegen, und vermeidet so, was mit aller wahrscheinlich in einem Atomkrieg geendet hätte.

Am 27. Oktober 1962 bietet Chruschtschow an die Atomraketen von Kuba abzuziehen, wenn die USA garantiert nicht in Kuba einzumarschieren, und außerdem die eigenen Atomraketen aus der Türkei abzieht. Kennedy stimmt unter der Bedingung zu, dass der Abzug aus der Türkei kein offizieller Bestandteil der Abmachung ist, sondern insgeheim passiert. Die Welt kann aufatmen.

Der Zerfall der Sowjetunion schafft schließlich, was Embargos der USA niemals konnten: Kubas Wirtschaft, die so abhängig von Importen ist, bricht zusammen. Um das Land und seine eigene Position an der Macht zu retten, öffnet Castro die Grenzen für Touristen. Die internationalen Tourismuskonzerne greifen die Gelegenheit beim Schopf und so wird Tourismus zum neuen Standbein der kubanischen Wirtschaft.

Unterwegs als Tourist

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