So schützen Sie sich auf Kreuzfahrt vor Krankheiten

So schützen Sie sich auf Kreuzfahrt vor Krankheiten

Die Vorteile einer Kreuzfahrt liegen auf der Hand: Das Hotelzimmer ist immer dabei, das lästige Ein- und Auspacken des Reisegepäcks entfällt und die Reisezeit vergeht dank zahlreicher Gastronomie- und Entertainment-Angebote wie im Flug. Zugleich leben aber auch viele Menschen auf engem Raum zusammen, was unweigerlich ein gewisses Risiko birgt: Viren und Krankheiten haben leichtes Spiel und können sich rasend schnell ausbreiten. Kreuzfahrtberater.de zeigt Ihnen, wie sie sich auf einem Kreuzfahrtschiff vor dem Anstecken mit einer Krankheit schützen und was Sie tun können, damit der Traumurlaub auch ein solcher bleibt.

5 Tipps, um sich auf Kreuzfahrt vor Krankheiten zu schützen

5 Tipps von kreuzfahrtberater.de

Für alles gewappnet

Die Vorbereitung beginnt schon beim Packen: Um für kleinere Zwischenfälle gewappnet zu sein, sollten Sie sich eine Reiseapotheke zusammenstellen. Neben Medikamenten, die Sie individuell benötigen, sind folgende Dinge empfehlenswert:

-          Sonnencreme

-          Mückenschutz

-          Desinfektionsmittel

-          Mullbinden und Pflaster

-          Schere und Pinzette

-          Medikamente gegen Fieber und Schmerzen

-          Ohrentropfen

-          Nasenspray

-          Hustensaft

-          Mittel gegen Sodbrennen

-          Fieberthermometer

-          Mittel gegen Übelkeit

 

Diese Liste können Sie an Ihr jeweiliges Reiseziel anpassen. Ein Mückenschutz ist z.B. in der Antarktis nicht notwendig, während Sie bei Reisen nach Südamerika nicht darauf verzichten sollten.

Bewahren Sie sämtliche Medikamente außerhalb der Reichweite von Kindern auf. Wählen Sie außerdem möglichst Mittel aus, die Sie bereits kennen und von denen Sie wissen, dass Sie sie gut vertragen. Prüfen Sie außerdem, ob Sie die Arzneien in alle Länder Ihrer Route mitnehmen dürfen.

Maßnahmen an Bord

Die Reedereien treffen zahlreiche Maßnahmen, um das Ausbrechen einer Krankheit an Bord zu verhindern. Bevor ein Schiff in See sticht, wird es genauestens überprüft und gereinigt, damit es virenfrei ist. Damit das auch so bleibt, müssen Sie bei den meisten Reedereien vor Urlaubsantritt schriftlich bestätigen, dass Sie gesund sind.

Fühlen Sie sich schon vor Antritt Ihrer Reise unwohl, sollten Sie in Betracht ziehen, diese gar nicht erst anzutreten. Ziehen Sie unbedingt Ihren Arzt zu Rate. Entsprechende Versicherungen schützen davor, auf den Reisekosten sitzenzubleiben, falls Sie Ihre Kreuzfahrt aufgrund von Krankheit nicht antreten können.

An Bord helfen Ihnen folgende Regeln, um gesund zu bleiben:  Oberste Priorität hat das Händewaschen, vor allem nach dem Toilettengang, vor dem Essen und auch vor dem Rauchen. „Es sollten auf jeden Fall die Desinfektionsmittelspender genutzt werden, die überall auf dem Schiff verteilt werden. Das Desinfizieren ersetzt aber kein Händewaschen“, rät auch Kreuzfahrtexpertin Melanie Triebess. Keime sind vor allem an den Orten Zuhause, die von vielen Menschen berührt werden, also an Türgriffen, Handläufen, der Reling und Aufzugsknöpfen. Hier herrscht erhöhte Ansteckgefahr. Denken Sie aber daran, dass Sie beim Benutzen von Treppen nicht auf den Halt der Handläufe verzichten sollten – bei unerwarteten Bewegungen des Schiffes kann Sie dies sonst aus dem Gleichgewicht bringen. Im schlimmsten Fall brauchen Sie den Schiffsarzt dann nicht wegen einer Infektion, sondern einer Prellung.

Bevor Sie das Schiff betreten sowie bei der Rückkehr von Landausflügen sollten Sie ebenfalls die aufgestellten Spender für Desinfektionsmittel nutzen.  Beobachten Sie einen Passagier, der Krankheitssymptome wie z.B. erbrechen zeigt, sollten Sie vorsichtshalber der Crew Bescheid geben.

 

Tischmanieren sind das A und O

Wenn Sie gerne die Büffet-Restaurants nutzen, achten Sie darauf, bei jedem Nachschlag einen neuen Teller zu wählen. Um weniger Abwasch zu verursachen, nutzen einige Passagiere nämlich gerne den gleichen Teller für mehrere Gänge zum Büffet, aber Vorsicht! Bei einem bereits gebrauchten Teller können Bakterien über das Nachfüllbesteck in die Speisen gelangen. Das gleiche gilt für Getränke: Auch hier sollten Sie jedes Mal ein neues Glas verwenden, da Bakterien auch bei Berührung des Zapfhahnes mit dem bereits verwendeten Glas schnell übertragen werden können. Der Umweltgedanke ist hier zwar lobenswert, die Gesundheit geht an dieser Stelle aber vor.

Greifen Sie außerdem keinesfalls mit bloßen Händen in das Büffet – zum Auffüllen liegt Besteck bereit. Schauen Sie beim Essen auch genau hin: Ist das Fleisch ordentlich durchgekocht? Ist eine Kelle evt. zu tief ins Essen gerutscht? In so einem Fall könnten Keime vom Griff ins Essen geraten sein.

 

Und wenn doch mal etwas ist?

Sollte es Sie doch erwischt haben, melden Sie sich schnellstmöglich beim Bordhospital. Krankheiten verbreiten sich vor allem deshalb, weil an Bord die Zusatzkosten des Hospitals gescheut werden. Die Behandlung hier ist nämlich keine Inklusivleistung. Daher empfiehlt sich bei der Buchung direkt der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung, um sich dadurch den Urlaub nicht vermiesen zu lassen.

Hören Sie unbedingt auf die Anweisungen des Arztes und nehmen Sie diese ernst. Sollten Sie niesen oder husten müssen, tun Sie dies am besten in die Armbeuge, da die Hände mit zahlreichen Oberflächen in Kontakt kommen. Außerdem sollten Sie auf Einwegtaschentücher zurückgreifen und diese nach Benutzung sofort entsorgen, um ein weiteres Ausbreiten der Bakterien zu verhindern. Auf engeren Kontakt mit Mitreisenden (z.B. durch Umarmen oder Händeschütteln) verzichten Sie am besten, bis die Infektion ausgestanden ist.

Reisen Sie mit Kindern, sollten Sie diese im Falle einer Erkrankung nicht mehr zu den speziellen Kinder- oder Teenager-Clubs gehen lassen, da sie sonst andere Kinder anstecken können. Diese geben die Erkrankung wiederum an ihre Eltern weiter, wodurch sich eine Krankheit schnell ausbreiten kann.

 

Im Idealfall kommt es aber gar nicht so weit und wenn Sie sich an die hier genannten  Regeln halten, sind Sie bestmöglich  vor Infektionen geschützt.

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